Synagoge

Die einzigen Sprachen, die Gott akzeptiert, sind singen und tanzen

Giora Feidman

Die einzigen Sprachen, die Gott akzeptiert, sind singen und tanzen!

© 2012 HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier
Giora Feidman, 2012

FEIDMAN: Musik hat keine Religion. Bedeutet das, dass man Religion nicht benutzen darf? – Übrigens, Religion ohne Musik ist keine Religion, sie könnte nicht überleben. Eben so wenig kann Musik ohne Religion überleben! Warum kann Religion ohne Musik nicht überleben? Warum kann sie nicht überleben!? Denken Sie darüber nach! Im Judentum kann man übrigens nur beten, wenn man das Gebet singt. – Warum? Weil das, was im Buch der Gebete geschrieben ist, noch immer dein eigenes Gebet ist. Gott wird dein Freund sein und nicht dein Gegner. Wenn ich ihn brauche, dann singe ich zu ihm! Die einzigen Sprachen, die Gott akzeptiert, sind singen und tanzen! Als Jude kann niemand für mich beten, ich muss selbst beten! Gehen Sie in eine Synagoge, diese Konzeption performed das. Man kann die Musik nicht aus der Synagoge herausnehmen, weil diese Dissonanz so fantastisch ist. Die Dissonanz ist Harmonie!

HAMCHA: Die Dissonanz ist Harmonie?

FEIDMAN: Ja, weil es ein Tempel ist! Dissonanz ist Harmonie – gehen Sie in eine Synagoge! Es ist keine Kirche. – Sie haben eine Messe, sie haben das Requiem, sie haben einen Choral, der für Sie betet und sie sagen „Amen“ dort. Okay? Ich kann das nicht, niemand kann für mich beten! Wenn ich beten muss, dann muss ich selbst beten, drei mal am Tag, und dasselbe sagen. – Warum dasselbe? Die Araber sagen, der Muslim ist ein Kämpfer. Der Grund ist, dass die Position ihres Planeten eine andere ist. Die eintretende Energie ist eine andere. Die Muslime sind Kämpfer, sie sagen auch dasselbe. Aber warum muss man dasselbe sagen? Weil es unterschiedlich ist! – Ich hab das mit meinen Jungs diskutiert! 90 % der Konzerte findet um acht Uhr am Abend statt. Manchmal gebe ich ein Konzert um elf oder zwölf Uhr, z. B. am Sonntag, im Zirkus. Dann sage ich zu ihnen, sie sollen mit dem Rhythmus vorsichtig umgehen! Seid vorsichtig mit dem Ausdruck der Musik, weil das jetzt nichts mit einem Konzert um acht Uhr abends zu tun hat! Wenn man diese Information nicht hat, hat man überhaupt keine Information. Wenn man diese Information nicht hat, wird man ein Desaster produzieren. (weiterlesen)


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