Musiker

Heinz Rudolf Kunze

Ich habe den schönsten Beruf der Welt

Im Gespräch mit HAMCHA Menschen im Gespräch erzählt Heinz Rudolf Kunze, wie er als deutsch-deutsche Existenz, Musiker und Dichter, sowohl vor der Wende wie auch danach, Erfolge feiert und davon überzeugt ist, dass er den schönsten Beruf der Welt hat.

Hallo, hier ist aber Dampf unterm Kessel!Meine Band war musikalisch immer sehr belastbar.Ich bin, mit Verlaub, ein Dichter.Ein richtiger Künstler ist wie der Liebe Gott. / Ich bin naturstoned

© 2012 HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier
Giora Feidman, 2012

Giora Feidman

Teil 1: Gott gab mir einen Job

Unsere Gesellschaft versucht seit zweitausend Jahren nach Hause zu gehen / Die Juden hier sagen: ‚Zuerst bin ich Deutscher und danach bin ich Jude!’ / Die Rolle des Judentums ist es, Licht in das Universum zu bringen. / Wenn Musik Religion ist, bin ich religiös! / Wir müssen vorsichtig sein mit der Tradition! / Ich habe eine gute Beziehung zu meinem Gehirn! / Das Konzept der Religion ist falsch. / Die Klarinette ist das Mikrophon meiner Seele. / Ich spreche von den Higher Forces / Das Baby kommt von einem Ort, wo die Sprache Musik ist, wo man tanzt und spielt. / Was ist so schwer daran zu verstehen, dass wir eine Familie sind?

Teil 2: Die Dissonanz ist Harmonie!

Sie wissen, ich bin ein Jude – der Arzt konnte keinen Unterschied hören! / Der Papst ist nicht Jesus – er ist weit weg davon! / Ein Lied ist ein Gebet / Jemand sagte der Seele, sie solle eine Botschaft überbringen / Warum will die Seele singen? / Was sagt die Musik, was sagt die Farbe, was der Tänzer? – “I love you!” / Hitlers Seele ist zurück gekommen – opernhaft! / Gott bestraft nicht, er sagt: “Ich sende dich zu einem bestimmten Zweck.” / Du bist verantwortlich für die geistige Nahrung! / Jedes menschliche Wesen muss ein Musikinstrument spielen! / Wenn ich jüdische Musik spiele, mache ich das Auditorium jüdisch / Die einzigen Sprachen, die Gott akzeptiert, sind singen und tanzen! / Musik kann vergiftet sein. / Applaus ist Gift, ich flüchte davor! / Das sind die Höheren Mächte der Menschheit! / Ruhe war der Stoff im Fruchtwasser, das ist es, was wir unser ganzes Leben lang suchen. / Ich akzeptiere nicht, dass man sagt, ich hätte zwei Persönlichkeiten

Teil 3: Das ist Deutschland – der Heilungsprozess ist abgeschlossen!

Keines dieser Völker möchte, dass Bomben geschickt werden. /  Es gibt eine Menge Deutscher, die nicht wissen, aus welchem Land die Namen stammen.Ich hasse Auschwitz, ich gehe nicht an diesen Ort!An die Musiker: Don’t performe, serve society!Wenn Gott anonym bleiben möchte! / Ich unterrichte nicht, weil man das nicht unterrichten kann.

HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier
Prinz Chaos II., 2012

Prinz Chaos II. – Paradiesvogel im Land der Drahtzieher

Thüringen ist ein gutes Land für Paradiesvögel

Leute, wenn ihr Papst sein wollt, dann seid es!Die Erweckung des Simpelgeistes / “Ich orientiere mich an der Geschwindigkeit meiner Bäume.”Degenhardt ist für mich das ‚Großfränzchen’Das Körperkollektive Identitätsprojekt ist die DachorganisationThüringen ist ein gutes Land für ParadiesvögelIch mache keine Kunst um einer billigen Wirkung willen

Interview mit Steffen Harzer, Bürgermeister der Stadt Hildburghausen, zum Thema rechtsradikale Übergriffe im Dorf Weitersroda gegen Florian E. Kirner und die Bewohner des Schlosses

Liedermacher Robert Rausch & Florian Söllner / Duo “Rauschzeichen”

Teil 1: Kunst wird nicht mehr als Arbeit anerkannt

Am Anfang ist es praktisch unmöglich, Engagements zu bekommen / als das Liedermachen ein bisschen freier und dreckiger wurde / wir sind quasi die perfekte Boygroup / da stand ein 50köpfiger Männerchor / Publikum darf man nicht immer so nehmen wie es ist / haltet endlich mal die Fresse / ich habe letztes Jahr meine beiden Kinder verloren / als ich in der psychosomatischen Klinik war hab ich ein Album geschrieben / ich gehöre zu den Künstlern, die wirklich schlimm zittern und Panik bekommen / so ein Bauwagen heizt sich leichter als ein Schloss / manchmal reden wir hinter dem Rücken sogar gut übereinander / Robert ist ein großer Degenhardt-Fan / wir waren in der Kneipe, als der Prinz sagte, dass mein Auto brennt

Teil 2: Auf der Jagd nach dem perfekten Song

es kommt auf die Art der Kritik an / seine Mutter hat ihn heute böse überrascht / man weiß, dass jemand einen so hasst, dass er einem das Auto abfackelt / sie haben sich vorher erkundigt, ob die Polizei auch nachts da ist / vierzehn Leute, das ist utopisch – einer hat Hunger, der Zweite muss aufs Klo, dem Dritten ist kalt / es gibt eigentlich gar keinen Robert Vogel mehr / ich bin Erzieher, aber das konnte ich nicht mehr ausüben, weil ich meine Kinder verloren habe / Ziel ist, immer bessere und schönere Lieder zu schreiben / eigentlich geht es in dem Lied um Verletzungen durch das Leben / jedes meiner Lieder hat ein anderes Ziel / jetzt mach doch noch fertig hier / was ich kann, geht allen am Arsch vorbei / ich bin Hanfaktivist, mir ist die Legalisierung von Cannabis sehr wichtig

Teil 3: Geistiges Eigentum sollte geistiges Eigentum bleiben

ein Text ist ein Text und ein Lied ist ein Lied / der Prinz muss natürlich rein, weil der hier ein Mekka der Liedermacherei erschafft / Rüdiger Bierhorst, wir sind ihm sehr ähnlich / Daumen hoch an Vicki Vomit / es fehlt die Bereitschaft der Leute, Geld zu geben, das ist die vorherrschende Stimmung / YouTube verdient jedes Jahr Milliarden / ich würde gerne darüber sprechen, dass ich es absolut lächerlich finde, was in dieser Gesellschaft abgeht / kein Mensch geht heute noch mit den Kindern raus in den Wald oder macht was mit ihnen / der Prinz braucht einen Mann, der ihm ab und zu den Kopf wäscht

© 2012 HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier – Impressum

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