Die Böbrach Mühle – Kafkaeskes aus dem Bayerischen (Zauber-) Wald

Erneut Einbruch in die Böbrach Mühle

Der Nervenkrieg um die Böbrach Mühle geht weiter. – Nachdem bereits im letzten Jahr, wenige Tage nach einer Auseinandersetzung vor dem Verwaltungsgericht in Regensburg, Unbekannte in die Böbrach Mühle eingedrungen waren und deren Besitzer mit unflätigen Aufschriften auf Wände und einen alten Traktor beleidigt hatten, hat der Mob nun erneut zugeschlagen.

HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier
“Wir warren Hier”
Jemand durchlebt einen Vorgang, der ihn zerstört. Er begreift nicht seine Rolle. Es gibt keine Kommunikation, kein Gegenüber. Er kennt nicht die Orte, an denen über ihn entschieden wird, nicht die Entscheider, nicht die Entscheidungen, nicht deren Überbringer. Niemand erinnert sich, niemand weiß etwas, niemand fühlt, niemand trägt Schuld. Es geht um Macht und Machtlosigkeit. Kafka hat derartige Situationen beschrieben, ohne ihn wären wir nicht in der Lage, sie zu benennen.

http://www.youtube.com/watch?v=T9ey01sJWUY

Editorial

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Konrad Müller

Konrad Müller ist weder Müller, noch hat er vor, einer zu werden. Nein, er ist Zimmermeister und betreibt einen Zimmereibetrieb in der Bayerwald-Gemeinde Arnbruck. Die Menschen im Bayerischen Wald kennen Konrad Müller nicht nur, weil er mit seinen Zimmerleuten gute Arbeit leistet. Es gibt andere Gründe, die ihm eine beinahe tragische Bekanntheit und die Aufmerksamkeit der Medien bescherten.


Konrad Müller ist Erbe der 750 Jahre alten Böbrach Mühle. Das Anwesen liegt versteckt in einem unberührt anmutenden Tal des Bayerischen Waldes, zwischen dem Marktflecken Teisnach und dem Touristenmagneten Bodenmais.

Konrad Müller ist, wie er selbst von sich sagt, unzertrennlich mit diesem Ort verbunden, an dem er Jahre seiner Kindheit verbrachte. Für ihn war es daher selbstverständlich, Kaufangebote interessierter Investoren und Wasserkraftwerksbetreiber zurückzuweisen. – Seine Vorfahren im Jenseits, denen solche Angebote noch zu Lebzeiten unterbreitet worden waren, wusste Konrad Müller auf seiner Seite.

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Die Böbrach Mühle

Statt zu verkaufen, stellte er bei den zuständigen Stellen des Landratsamtes Regen einen Bauantrag zur Genehmigung einer Wasserkraftanlage. Sein Plan war und ist, den Erlös aus der Nutzung uralter Wasserrechte für die Erzeugung von Strom für den kostspieligen Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Mühle zu verwenden. Seit 2006 sind, wie jeder weiß, einige Jahre ins Land gegangen, Jahre, die den Bürger Müller Zeit, Nerven und über 50.000 € gekostet haben. – Er wartet noch immer auf einen anfechtbaren Bescheid.

Nicht nur für Konrad Müller selbst, sondern auch für Außenstehende trägt das Verfahren kafkaeske Züge. In seiner wachsenden Verzweiflung ging Konrad Müller in die Öffentlichkeit, trat mit einer bis heute unbeschiedenen Petition an den Bayerischen Landtag heran und klagte vor Gericht. Allmählich war bei ihm der Verdacht geweckt, in seiner Sache gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Seine Vermutung wurde zur Gewissheit, als nach dem Tod des ehemaligen Landrats Heinz Wölfl bekannt geworden war, dass Dritte diesem Geld gegeben hatten. Auch der Bauunternehmer, der Interesse an der Böbrach Mühle bekundet hatte, hieß es, habe Geld gegeben. Der Bürger Konrad Müller fragt sich, verständlicherweise, ob es Zusammenhänge zwischen der Zahlung und der schleppenden Behandlung seines Bauantrags gegeben haben könnte. – In der Tat sind viele Vorgänge bis heute ungeklärt oder werfen zumindest Fragen auf.

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Der Silberberg bei Bodenmais

Ein Beispiel mag die Beurteilung des ökologischen Zustands des Rothbachs sein, dessen Wasser die Räder der Böbrach Mühle antreiben. Müller, der den Bachlauf seit seiner Kindheit kennt, weiß, dass dieser in der Vergangenheit durch den Bergbau und die Verhüttung von Bodenschätzen in Bodenmais stark belastet wurde  – und möglicherweise durch ausgewaschene Schwermetalle aus den Abraumhalden noch immer wird. Er ließ Gutachten anfertigen, die eine extreme Belastung des Gewässers mit giftigen Schwermetallen nachgewiesen haben sollen. Entgegen der so gewonnenen Daten argumentierte das Landratsamt Regen noch 2012 vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht mit der hohen Güte des Rothbachwassers und dem Vorkommen seltener Tierarten. Auch der aktuelle Bayerische Flusszustandsbericht attestiert ausgerechnet dem Rothbach höchste Reinheit.

Für Müller sind dies unbewiesene Behauptungen, die gegen ihn aufgefahren werden, um die Realisierung seines Bauvorhabens mit dem Argument zu verhindern, damit würden  ökologisch intakte Biotope gefährdet. Gleiches sieht er in der Forderung des Landratsamtes, eine, aus Müllers Sicht zu hohe Restwassermenge im Bachlauf belassen zu müssen, die  er nicht durch seine geplante Turbine leiten dürfe, da dies die angeblich reichlich vorhandenen Fischbestände gefährde. Laut Müller ist die Fangquote der vermeintlich zu schützenden Fischarten im Rothbach gleich Null und stützt sich dabei auf Fanglisten des örtlichen Fischereivereins. Es klingt zumindest plausibel, wenn er daraus den Schluss zieht, die zu schützenden Fische existierten in dem Gewässer gar nicht. Die geforderte Restwassermenge wäre auf jeden Fall, so argumentiert Müller, das Aus für sein Vorhaben, da das Kraftwerk mit dem nutzbaren Wasser nicht wirtschaftlich zu betreiben wäre.

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Bodenmais im Bayerischen Wald

Bodenmais, wo der Rothbach durch Zusammenflüsse entsteht, ist etwa so alt wie die Böbrach Mühle. Seinen Ursprung hat der Ort der im 13. Jahrhundert einsetzenden Förderung von bis zu 60 unterschiedlichen Erzen aus dem Silberberg zu verdanken, die der Region ihr spezifisches Gepräge verlieh. Die Bezeichnung des Gewässers als „Rothbach“ gibt einen Hinweis auf dessen früheren Zustand. Wer vom Schwarzen Regen kommend, flussaufwärts dem Lauf des Bachs folgt, wird feststellen, dass die Sedimente und Granitsteine im Bachbett rot gefärbt sind. Dieser augenscheinliche Eindruck nimmt zu, je mehr man sich, am Klärwerk des 860.000 Übernachtungen zählenden Ortes vorbei, Bodenmais nähert. Das Erstaunen über dieses Phänomen rot gefärbter Granitsteine legt sich, sobald man einen Blick auf die Geschichte des Ortes wirft.

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Bodenmais, Bergwerksmuseum. Silberberg

In der “Infomappe” der Bodenmaiser „Sonderausstellung Bergbau und Vitriolhütte“ heißt es: „Die Endung -hammer (Kothinghammer, Sternhammer, u.s.w.) für mehrere Anwesen entlang des Rothbaches, weist auf eine Verhüttung von Eisenerzen hin (erstmals 1364 erwähnt). Dies war aber mit Erzen vom Silberberg nicht lange möglich. Nur die Eisenoxid-Erze (am Silberberg nur oberflächlich vorhanden) können direkt verhüttet, d.h. zu Eisen verarbeitet werden. Sie entstehen aufgrund der Auslaugung des Vitriols (Sulfats). Sulfat löst sich im Regenwasser; Oxid (schwer­löslich) bleibt zurück. Will man Kiese (=Sulfid-Erze) verhütten, muß zunächst der ganze gebundene Schwefel durch vollständiges Abrösten (Energieaufwand) entfernt werden. Aus dem zurückbleibenden Eisenoxid wird dann, mit Holzkohle in einem geeigneten (Hoch)-Ofen (wiederum energie- und arbeitsintensiv), Roheisen gewonnen.“ Bis in das 19 Jahrhundert war Vitriol das in Bodenmais hergestellte Hauptprodukt, das dann durch Polierrot (Potée) abgelöst wurde. Infomappe: „Die Bodenmaiser Hütte hatte mit ihren Produkten bis nach dem 1. Weltkrieg ein weltweites Monopol.“ In der Bodenmaiser Vitriolhütte wurde nicht nur Vitriol und Polierrot hergestellt, sondern auch die für das Auftrennen von Gold-Silberlegierungen, die Herstellung von Sprengstoffen und die aufkommende chemische Industrie benötigte Salpetersäure. Aus dem im Silberberg geförderten Arsenkies wurde in großen Mengen Arsen gewonnen, das auch in den Glashütten des Bayerischen Waldes zur „Läuterung“ der Glasschmelze Verwendung fand. „Wie wir alle wissen“, so ist in der erwähnten Infomappe nachzulesen, „ist Arsen und seine Verbindungen giftig.“

Landrat Michael Adam: „Dieses schwermetallbelastete Erz wurde ja aus dem Bergwerk ausgebracht und irgendwo deponiert.“

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Michael Adam, Landrat des Landkreises Regen und ehemaliger Bürgermeister von Bodenmais

Wie beurteilt der jetzige Landrat, Michael Adam, den Zustand des Rothbachs? – Zitat: „Ich bin kein Wasserrechtler und auch kein Chemiker. Dazu holen wir ja das Wasserwirtschaftsamt ran. Da begutachten wir ja nicht selber, sondern verlassen uns auf Fachleute. – Ich sage Ihnen aber gerne meine persönliche Einschätzung – ich war ja Bürgermeister in Bodenmais und hab ganz zufällig als Kind da unten gewohnt, in dem Bereich, wo dieser schwermetallbelastete Bach aus dem Silberbergwerk einläuft. – Wir haben als Kinder in diesem Bach gespielt! Und aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich Ihnen sagen: da gibt es einen Rothbach in Bodenmais, der wahrscheinlich 8 Meter breit ist. Ein großer Bach mit viel Wasserführung. Und in diesen Bach fließt ein kleiner grabenartiger Bach, der heißt Schwemmbach, der unter anderem einen wiederum kleineren Bach aus dem Silberberg führt. Also der Silberberg führt einen kleinen Bach, der geht in den Schwemmbach und dieser Schwemmbach, als grabenartiger Bach, fließt dann in diesen großen Rothbach in Bodenmais. Und unterhalb dieser Einmündung gab es, solange ich in meiner Kindheit denken kann, Fische. Fische, die nicht gesetzt wurden, weil wir die gefangen haben als Kinder. Das ist mein persönliches Empfinden, das ich dazu beitragen kann …“


Auf die Frage, über welchen Zeitraum er spreche, antwortet der Landrat: „… in den späten 80er, Anfang der 90er Jahre. – Ich weiß, dass wir seinerzeit in Bodenmais vieles an Abdeckungsmaßnahmen gemacht haben, weil diese Schwermetallbelastung ist ja hauptsächlich aufgetreten durch Deponien. – Also dieses schwermetallbelastete Erz wurde ja aus dem Bergwerk ausgebracht und irgendwo deponiert. Und da hat man dann auch in den 90ern und ab 2000 dann viel abgedeckt davon, dass es wasserdicht wurde. Also es muss sich eigentlich objektiv verbessert haben. Und ich wusste als Kind schon, dass da Fische drin sind. Ich hab mich da nicht gemeldet und hab im Prozess das dem Herrn vom Wasserwirtschaftsamt überlassen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, da hätte ich allein aus Kindheitserlebnissen schon berichten können, dass das Argument vom Herrn Müller, da kann kein Fisch überleben, einfach an den Haaren herbeigezogen sein muss.“

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Info- / Protestwand vor der Böbrach Mühle

Auf die Frage, wie er, Landrat Adam, Herrn Müllers Vorgehen beurteile, antwortete er: „Ich möchte da niemandem zu nahe treten. Aber ich müsste das in die Rubrik Realitätsverlust einordnen. – Natürlich ist es so, dass jeder seine wirtschaftlichen Interessen vertritt. Wenn heute ein Unternehmer ein Baugesuch stellt, dann möchte er das möglichst ohne Auflagen haben, mit möglichst günstigen Kosten. – Das ist völlig legitim. Aber ich sage mal, in der Regel kann man jedem Antragsteller erklären, dass es einfach Gegebenheiten gibt oder gesetzliche Forderungen, die wir einhalten müssen. – Das ist bei dem Herrn Müller überhaupt nicht der Fall. – Der Herr Müller glaubt wirklich, es sei sein legitimes Recht, dass für ihn und nur exklusiv für ihn gilt…“

Ist das wirklich so? Liegt Landrat Michael Adam mit diesem Urteil über Konrad Müller richtig? – Oder sind die Zweifel des Bürgers Konrad Müller an der korrekten Behandlung seiner Sache nicht doch irgendwo nachvollziehbar?

Sein Vorgänger soll gegenüber einem Bürgermeister seines Landkreises auf die Frage: „Was wird aus der Böbrach Mühle?“ geantwortet haben: „Die Böbrach Mühle ist tot.“  – Was konnte, wenn es zutrifft, dass diese Worte geäußert wurden, einen Landrat verleiten, sie auszusprechen? Was kann die Ursache sein, dass der Bürger Müller noch nach Jahren auf einen anfechtbaren Bescheid wartet, während andernorts im Landkreis Regen die Genehmigung für die Errichtung einer Villa in einem Landschaftsschutzgebiet innerhalb weniger Wochen erfolgte. Immerhin musste zu diesem Zweck ein Flächennutzungsplan aufgehoben und ein bestehender geändert werden, damit überhaupt Baurecht geschaffen werden konnte. Um diese komplexen Vorgänge anzustoßen und durchzuführen, musste der Rat der betroffenen Gemeinde ein “öffentliches Interesse” an der Errichtung eines Privathauses in einem geschützten Gebiet formulieren. Es musste der Landschaftsschutz aufgehoben und jene Fachstellen gehört werden, auf deren Urteile die Bürger vertrauen setzen und deren Stellungnahmen dem Landratsamt als Entscheidungsgrundlagen dienen. Eigentlich ist es unnötig zu erwähnen, dass in diesem Fall der Bauherr dem verstorbenen Landrat ein Darlehen gewährte.

Wie waren die Worte des Landrats Adam? – Zitat: “Aber ich sage mal, in der Regel kann man jedem Antragsteller erklären, dass es einfach Gegebenheiten gibt oder gesetzliche Forderungen, die wir einhalten müssen.” – Dem kann jeder Bürger nur zustimmen.

Wie sind solche Vorgänge überhaupt noch nachvollziehbar? – Können sie als Signale an Investoren verstanden werden, dass jeder Bürger und jedes Unternehmen in einer ansonsten strukturschwachen Region die gleichen Chancen hat, egal ob er oder es ein Darlehen gewähren kann? Es ist ein Grundsatz unserer sozialen Marktwirtschaft, dass alle Bürger und Unternehmen nach den Maßgaben der Gesetze gleich behandelt werden. Wäre dies zweifelsfrei so gewesen, müssten die Ermittlungsbehörden nicht noch immer in zahlreichen ungeklärten Fällen ermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht gezwungen sind, Anklagen zu erheben.

Doch zurück zur Causa Böbrach Mühle. – In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts existierten erste Planungen für ein Wasserkraftwerksprojekt, das vorsah, den Rothbach zu stauen. Das Projekt wurde nie realisiert, erhielt aber in den 50er Jahren vorübergehend neuen Schub, als durch den industriellen Aufschwung der Nachkriegszeit der Energiebedarf stieg. Die Betreibergesellschaft des vermeintlich kurz vor dem Bau stehenden Kraftwerks erwarb große Flächen links und rechts des aufzustauenden Rothbachs. Sogar die Gebäude einiger tiefer gelegener Bauernhöfe waren abgerissen und an erhöhter Stelle neu errichtet worden. Böbrach erwachte aus einem heute längst vergessenen Schlaf. Die Bewohner hatten davon geträumt, ihr Ort werde eines Tages „Böbrach am See“ genannt werden und es würden in Scharen Touristen herbeiströmen. – Es kam anders, denn Anfang der 60er Jahre ereignete sich die erste Energiewende der jungen Bundesrepublik.

Politik und Wirtschaft forcierten den Ausbau der Atomenergie. Durch den Erlass flankierender Gesetze wurde die Nutzung der Wasserkraft weitgehend erschwert. – So geschah es, dass von den einst ca. 70.000 Wasserkraftwerken bis heute etwa 62.000 verschwanden.

Durch die Merkelsche Energiewende scheint in die Debatte um die Stromgewinnung aus Wasserkraft wieder Bewegung gekommen zu sein. Einige Wasserkraftenthusiasten meinen die Zeichen der Zeit so interpretieren zu können, dass sie auf einen Weg zurück in die Zukunft weisen. Nach Informationen existieren im Bayerischen Wald sogar aktuelle Planungen für den Neubau von Wasserkraftwerken in „Blauen Gewässern“. Insider nennen es „eine Schweinerei“, dass für diese Projekte überhaupt keine „Durchgängigmachung“ vorgesehen sei, also keine vorgeschriebenen Restwassermengen und keine Fischtreppen. Die Erfolgsaussichten dieser Planungen seien, so ist von den befassten Planer zu hören, „nicht schlecht“!

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Spuren der Hüttenindustrie im Rothbach

Insbesondere einige Kommunalpolitiker im Bayerischen Wald machen sich für den Neubau von Wasserkraftwerken stark, weil ohne ihn die Energiewende nicht zu schaffen sei.. Vorausschauend haben potentielle Betreiber, beispielsweise entlang des Rothbaches, Flächen aufgekauft, die von der Trägerin des in den 30er und 50er Jahren geplanten Projektes im Anschluss an die Entscheidung für die Atomkraft wieder abgestoßen wurden. Versuche, die Böbrach Mühle und das zugehörige Land aufzukaufen, wurden, wie bereits erwähnt, von Konrad Müller und seinen Vorfahren zurückgewiesen.

Einen ersten Eindruck von der Böbrach Mühle erhalten Sie in dem in diesem Beitrag verlinkten Video. Bei dessen Entstehung führte ich ein ausführliches Gespräch mit Konrad Müller, über sein Vorhaben, über die sich ergebenden Schwierigkeiten und die für ihn sichtbar gewordenen Hintergründe. Das Gespräch erscheint ab morgen in mehreren Folgen. Es wurden auch Interviews mit anderen Personen geführt, darunter Landrat Michael Adam, die im Anschluss an das Interview mit Konrad Müller in diesem Interview Blog nachzulesen sein werden.

Heinz Michael Vilsmeier, 19.03.2013

Mittwoch 20.03.2013
Konrad Müller: Ich empfinde Traurigkeit

Donnerstag 21.03.2013
Konrad Müller: Hier wurde gegen Gesetze verstoßen.
Freitag 22.03.2013
Konrad Müller: Landrat Adam will „…das ‚Image’ wahren, schön dastehen!’
Samstag 23.03.2013
Konrad Müller: Die feinen Herren im Nadelzwirn – Kredite und Pistole auf die Brust
Sonntag 24.03.2013
Konrad Müller: Gewässer ist vom Silberberg, von Bodenmais, mit Schwermetallen belastet
Montag 25.03.2013
Konrad Müller: Immer wieder tote Fische

 

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