Thomas Müller

Thomas Müller: Wir haben nichts – der Fördersatz ist das A und O!

HAMCHA art integration, Heinz Michael Vilsmeier
Thomas Müller, Bayerisch Eisenstein

HAMCHA: …Sie meinen den Vergnügungspark?

Thomas Müller: Vergnügungspark wie auch Infrastruktur! Da mache ich keinen Hehl daraus, ich sage auch klipp und klar: Nix! – Nichts! Ich bin für kein Straßenausbauprojekt! Ich bin vielleicht für eine Begradigung dort oder dort, ich bin vielleicht – oder nicht nur vielleicht, ich bin dafür, dass man die Straßen, die man hat, topp aufrecht erhält. – Da komme ich auch nicht mit! – Alles wird ausgebaut! Aber die Straßen die dann da sind, nach zwanzig Jahren hat man das Geld nicht mehr, dass man sie pikobello erhält! Und ich bin ganz guter Dinge, da sind wir wieder bei der Transparenz, dass die Großprojekte alle scheitern, weil die Leute die Nase voll haben. Das ist mit Stuttgart 21 losgegangen, das ist mit der dritten Startbahn, wo ich auch voll mit dabei bin, mit meiner Frau, mit unseren Kindern, weitergegangen, das geht weiter mit der frei fließenden Donau und das geht weiter mit allen Ausbaumaßnahmen. Der Umweltminister, der Marcel Huber, ist bei der Eröffnung der Isental-Autobahn, steht mit dort und schneidet durch, weil er dort der Direktabgeordnete ist. Was war die Folge? – Die Umweltverbände haben ihm die Freundschaft aufgekündigt. – Obwohl ich ihn total gern mag und ich weiß, dass er von der CSU noch einer der Besten ist, auch ein guter Umweltschützer. – Es tut mir eigentlich leid. Aber wie ich das Foto in der Zeitung gesehen habe, habe ich mir gedacht: Ja wie kann sich der nur hinstellen!? Die Quittung ist gekommen. Genau das! Und deswegen bin ich guter Dinge. – Die Bürger sagen „Stopp, das wollen wir nicht!“

HAMCHA: Was halten Sie von der Idee, die Bahnlinie München – Bayerisch Eisenstein – Prag auszubauen?

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Bahnlinie München – Bayerisch Eisenstein: Eine große Vergangenheit

Thomas Müller: Volle Unterstützung!

HAMCHA: Ist das überhaupt noch auf der Tagesordnung?

Thomas Müller: Das ist Gerede und das ist nicht auf der Tagesordnung. Das würde ich voll unterstützen. Und das ist zum Beispiel, Herr Vilsmeier, 1992 war Helmut Kohl da. – Man muss auch immer fair sein! – Die Waldbahn, eine tolle Erfindung! Das Ursprungsthema war ja die Waldbahn, 1877, um die Bäume des Bayerischen Waldes in die Ballungszentren zu bekommen. Das war das Thema damals. Dadurch sind die Personenzüge gekommen, dadurch ist der Tourismus gekommen. In den 80er Jahren war eine riesige Krise bei der Bahn. Gerade die Linie Zwiesel – Bayerisch Eisenstein eine „Tote Hosen Linie“. Geisterzüge.

HAMCHA: Die führte ins Nichts!

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Thomas Müller: “Von Plattling nach Bayerisch Eisenstein im Stundentakt.” – “Mit Grenzöffnung und mit der Einführung der Waldbahn ist diese eine Erfolgsgeschichte geworden.”

Thomas Müller: Die führte ins Nichts! – Und da muss ich sagen, ganz klipp und klar: Dass haben wir auch dem Ernst Hinsgen wirklich zu verdanken, der immer für den Erhalt dieser Bahnlinie gekämpft hat. Da gibt es nichts zu rütteln! Er ist in dem Falle ein Sowohl-als-auch-Kämpfer. Das war unser Glück! Mit Grenzöffnung und mit der Einführung der Waldbahn ist diese eine Erfolgsgeschichte geworden. Und mit dem „Gäste-Umweltticket“ “Gutti”, noch viel mehr! Es ist, man muss das auch immer wieder hervorheben, wir haben von Plattling nach Bayerisch Eisenstein Stundentakt! Von dreiviertel Acht bis dreiviertel Zehn – in was für einer Region gibt es das? Damals, 92, ist der Begriff erfunden worden: Donau-Moldau-Bahn. Aber nicht wie es jetzt ist, von Regensburg – Marktredwitz – Furth im Wald rüber nach Pilsen und Prag. Nicht in der Oberpfalz – das war bei uns da, die Linie Plattling – Bayerisch Eisenstein – Pilsen – Prag. Dann ist geschlafen worden und dann hat das die Oberpfalz rübergescheffelt. Jetzt haben wir es da drüben. Wenn, dann wird es dort Realität, leider Gottes, und hier nicht. – Aber da wäre ich voll mit im Boot! Ich bleibe dabei: Die Bahn hat Zukunft und wird das Verkehrsmittel Nummer Eins sein und das Andere, Herr Vilsmeier, da bin ich auch mit im Boot, das ist das Thema e-Mobilität. Das ist wiederum ein dezentrales Projekt. Finde ich super! Das ist eine Wirtschaftsgeschichte, die finde ich gut und da sehe ich auch eine Zukunft. Ich sehe auch, allen Respekt Teisnach! Teisnach hat eine gute mittelständische Firma – ich glaube Rehau ist doch dort – und hat dann gecheckt die Diskussion FH-Standort in den Bayerischen Wald, die Gewerbesteuereinnahmen ins Gespräch zu bringen und da etwas zu schaffen. Der Gewerbepark, wo innovative Firmen sind, SOLEG, Solar-Kollektorenbau, die haben natürlich momentan Probleme aber die sind mittelständisch und die halten das durch. Die haben das gut gemacht, die waren früher in Zwiesel! Und die Rita Röhrl mit dem Technologie-Campus hat gesagt: „Kommt nach Teisnach – wir bauen euch das Gebäude, wie Ihr es haben wollt!“ – „Wie Ihr das haben wollt!“ – „Macht den Plan und wir bauen das!“ – So war es dann. Da hat kein Zwiesel, kein Regen eine Chance gehabt. Weil die gesagt haben: „Das ist ja phänomenal! – Wir mieten und kriegen es, wie wir es haben wollen.“ Das ist der neue Trend! Diese alternativen Technologien – volle Unterstützung! E-Wald-Projekt – volle Unterstützung! Das kommt Technologie dazu! Breitbandversorgung, Datenautobahn – volle Unterstützung! Windenergie – volle Unterstützung! Wasserkraft dort, wo es noch möglich ist – volle Unterstützung! Da geht es aber dann schon los: Im Einklang mit der Natur, weil ein ungebändigter Flusslauf eben durchaus auch seine Qualität hat und Lebensqualität bedeutet. Also da geht es dann schon los. Das sind so Dinge, wo ich voll mit im Boot bin und wo ich durchaus Chancen sehe, dass das für unsere Region gut wird.


HAMCHA: Bürgermeister Müller, wofür setzen Sie sich momentan besonders stark ein?

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Folgen des demographischen Wandels oder verfehlte Strukturpolitik?

Thomas Müller: In Eisenstein oder…?

HAMCHA: …in Eisenstein und darüber hinaus.

 

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Bayerisch Eisenstein: Sanierung des Ortsplatzes

Thomas Müller: In Bayerisch Eisenstein in dem Projekt Stadtumbau West, ist mein momentanes Thema die Sanierung des Ortsplatzes, nachdem wir… [erhebt sich, holt einen Plan von Eisenstein] Das ist Eisenstein, da habe ich aber jetzt vor kurzem meinen Wassermalstift weggemalt. – Dazu muss man sagen: Wir waren die kleinste Gemeinde. – Also es ist vielleicht andersrum gewesen… Ist Schnee von gestern – hoffe ich! „Die Geschichte des kleinen Baumes“, so überschreibe ich das. Das heißt: In der Mitte des Ortes hat es ein Geschäft gegeben. Der Inhaber hat einen Baum gepflanzt bekommen, gefördert nach Rücksprache mit ihm. Aber er hat ihm nicht gepasst und dann wollte er ihn weg haben. Der war sogar bei „Jetzt red i“, 1988. Günter Beckstein, Innenminister, war für die Städtebauförderung zuständig. – Geht nicht, sonst muss man zurückzahlen. Und das ist auch so eine Sache, dann wird man Bürgermeister, dann kommt der 88jährige mit seinem Wunsch und man hat noch keine Ahnung. Dann sagt man: Also das löst man ganz sicher, ohne Diridari! Blabla, lösen wir! – Klar, lösen wir! Haben wir auch gelöst! – Da ist der Bauhof gekommen. Wir haben den Kugelahorn verpflanzt. Ich finde den sowieso abscheulich, weil ich nichts mag, was gebändigt ist, sondern nur das, was natürlich ist. – Warum kann es nicht ein normaler Ahorn sein? – Nein, es muss Kugelahorn sein… Also gaben wir dem Kugelahorn ein neues Zuhause! Wir haben ihn ausgebaggert, zum Bauhof runtergebaut und zugepflastert. Dann war Ruhe. Und nach Jahren, ich habe in der Ortsmitte ein Haus, wo meine Mama gekocht hat, nach Jahren sehe ich schon das Regierungsauto und denke mir: Leck mich am Arsch, heute ist der Tag, auf den ich schon warte. Und dann hat es da drüben bei meiner Kämmerin ein Gespräch gegeben. Ich sehe ihn heute noch mit der Lederjacke vor mir. Er hat gesagt: „Herr Müller, der Baum, Sie wissen ja, weswegen ich da bin.“ – Sage ich: „Wenn es nur das Problem wäre, dann wäre ich ein glücklicher Mensch! Ich habe viel mehr Probleme!“  – Sagt er: „Ja, warum?“  – Sage ich: „Haben Sie Zeit? – Gehen wir durch den Ort!“ Und dann sind wir durch den Ort gegangen…

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Thomas Müller: „Haben Sie Zeit? – Gehen wir durch den Ort!“ Und dann sind wir durch den Ort gegangen…”

HAMCHA: …wer war der Besucher?

Thomas Müller: Das war, und das ist auch so etwas: Die Helfer sind nicht die Politiker, die wollen sich schmücken! Die Helfer sind die Beamten in den Regierungen, in der Regierung von Niederbayern, usw. – Die helfen! – Ich mag jetzt den Namen nicht sagen, nicht dass das irgendein Problem ist. – Nicht dass es ein Problem wird! Oder Sie lesen ihn jetzt? – Sie lesen ihn jetzt! Also. – Dann bin ich mit ihm den Ort abgegangen und habe gesagt: Hier könnte ich mir einen Schöpfungswagen vorstellen, hier haben wir die Grundschule, der Geburtenrückgang wird irgendwann ein Problem. Hier haben wir einen Kindergarten, den hat uns die Katholische Kirche übereignet, weil er zu teuer gekommen ist.

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Thomas Müller: “Hier haben wir einen Kindergarten, den hat uns die Katholische Kirche übereignet, weil er zu teuer gekommen ist.” – Wer gibt wird reich sein. Wer behält wird arm sein.

Da haben wir die Übernachtungsgebäude, die früher Wohngebäude für die Beschäftigten und Beamten waren. Riesige Räume! – 150 Bahnbeamte waren bis 1945 in Bayerisch Eisenstein. Der Raum hat nicht hoch genug sein können, weil ein Beamter war ein Beamter! Dann: Museumsstraße, Lokalbahnmuseum, Grenzbahnhof, Nationalpark, Zugang zum Nationalpark. Dann Ortsmitte: Wanderpark, Waidlerhütte, damals schon ein Veranstaltungssaal, der in die Jahre gekommen ist, den der Trachtenverein hergerichtet hat, mit eigener Kraft, für bis zu 600 Leute! Da hat es tolle Veranstaltungen gegeben! Aber: Dach marode, sanierungsbedürftig, einsturzgefährdet!

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Thomas Müller: “Dann waren wir die kleinste Gemeinde Deutschlands, die mit dem Stadtumbau West in das Förderprogramm hinein gekommen ist.”

Das habe ich ihm alles so gezeigt! – Dann hat er gesagt: „Herr Müller, ich helfe Ihnen, ich melde mich.“ – Es hat vier bis sechs Wochen gedauert. Ich habe mir gedacht: Aha, wieder dasselbe wie immer, groß Blabla und nichts dahinter! Dann hat er mich angerufen und gesagt: Herr Müller, können Sie mir das schreiben, was Sie mir gezeigt haben? – Und jetzt geht’s los, als Bürgermeister. Man muss an seine Dinge glauben aber man muss auch immer wieder wissen: Sensationen bewegen gibt’s, aber nicht oft! Das ist alles Standard! Dann hab ich, nicht die Sekretärin und niemand da herinnen, weil niemand an so etwas geglaubt hat, den Brief an ihn geschrieben. – Das ist jetzt nur die erste Seite, ich muss dazu sagen, ich mache manchmal, wenn ich Lust habe, Seminare für Kommunalpolitiker zum Thema: „Du musst ein Schwein sein!“… Das ist die erste Seite… Lageplan, Bahnhofstraße, etc. … Und dann habe ich ihm diesen Brief, vier, fünf Seiten, den Brief haben wir jetzt schon wieder in den Akten da drüben, mit Lageplan, mit allem … das war meine Basis. So. Und dann hat es wieder gedauert und dann hat er gesagt: Herr Müller, ich gehe jetzt in Alters… Teilzeit, oder wie auch immer, aber die und die kümmern sich. Und dann ist das ins Rollen gekommen. Dann waren wir die kleinste Gemeinde Deutschlands, die mit dem Stadtumbau West in das Förderprogramm hinein gekommen ist. Das hat es in Niederbayern nur bei drei oder fünf Gemeinden gegeben, im Landkreis Regen keine einzige. Dann ist Bodenmais gekommen, weit später, und Regen. Aber wir waren die Ersten. Wir haben 80% Förderung bekommen. Jetzt gibt es nur noch 60, weil alle rein wollen! Wir haben aber noch 80 bekommen. Wir haben nichts – der Fördersatz ist das A und O! Wenn die ein neues Förderprogramm verkünden, kann ich schon sagen: Hoch interessant, nix für uns! Gut. – Dann haben wir ein Entwicklungskonzept gemacht, das echt Topp ist – das ich aber schon wieder an irgendjemand verliehen habe, was ich da so sehe – und anhand dem wir losgelegt haben. Wir haben eine Ruine abgerissen, ein Hotel. – Und da sind wir wieder bei dem… Herr Vilsmeier – Redakteure! Die Süddeutsche Zeitung weiß, Bayerisch Eisenstein, Überalterung, keine jungen Leute, demografischer Wandel, Ruinen! – Die Redakteurin war da, ich hab ihr alles gezeigt! Ich hab ihr aber auch die Lichtblicke gezeigt! Aber die wollte nur Sterben hören. Die hat sich verrannt, wie immer. – Immer nur die Sensation, da ist doch nur Sterben. Dann ist der Fotograf gekommen, den ich aber leider nicht erwischt habe. Der hat den Auftrag gehabt: Nur die Häuser fotografieren, die da tot sind. Dann hat der den Gasthof Botschafter fotografiert. – Das war zur Landtagswahl damals, als der Beckstein Ministerpräsident kandidiert hat. – Also von der Süddeutschen hundsgemein! Dann ist da der Bericht von Bayerisch Eisenstein da gestanden, mit dem Verfall, mit dem „Botschafter“ in Farbe! Die Eisensteiner hat es… die hat es im Herzen getroffen. Die haben gesagt: „Was ist denn da los, ja leck mich am Arsch, da wohnen wir!“ Und unten drunter…  – ich sammle seit ’92 alle Zeitungsausschnitte. Das ist auch noch einmal so eine Spinnerei. Alles, alles Eisenstein, alles Nationalpark, auch Visionen, auch von Menschen im Landkreis Regen, wo ich denke, aus denen könnte etwas werden – all solche Dinge. – Und dann war darunter eine halbseitige Anzeige der CSU zur Landtagswahl. So hat die Seite ausgeschaut! Das war hinten und vorne nicht fair. Es läuft da nicht fair, das war nicht in Ordnung. – Und der Artikel… – das war so schlimm, das kann man sich überhaupt nicht


vorstellen. Also seitdem… Ich habe von der Süddeutschen viel gehalten, aber seitdem halte ich nicht mehr viel davon. Das war ein Wahnsinn, die wollten nur das Sterben! – Das „Hotel Botschafter“ haben wir abgerissen, ist jetzt freie Fläche, kann man als Gewerbegebiet nutzen. Wir haben die Arberland-Halle voll saniert, wir haben einen der größten Veranstaltungssäle im Landkreis! Wir wollten 24 Veranstaltungen im Jahr haben, wir haben mittlerweile über 50! Morgen haben wir Realschulabschlussball von Zwiesel, übermorgen haben wir Hauptschulabschlussball von Zwiesel und in dem Gebäude, das ist nicht nur eine Veranstaltungshalle, haben wir Jugendräume ganz neu gemacht, haben für den Trachtenverein Vereinsräume gemacht, haben für die Feuerwehr Schulungsräume. Wir haben einen Anbau am Feuerwehrhaus gemacht, wir haben das Feuerwehrhaus renoviert und der Schützenverein hat auch noch seine Räume drinnen. Wir haben vorher fünf Ölheizungen drinnen gehabt, jetzt haben wir eine Pelletheizung drin. Wir zahlen nur noch ein Drittel der Energiekosten, sparen jedes Jahr, haben investiert, haben natürlich Schulden aufgenommen, 20%, aber sparen uns im Unterhalt viel Geld. Das ist zum Beispiel das, wo ich sage, jetzt kommen wir zum Schluss. Jetzt kommt noch das letzte Projekt momentan und dann müssen wir uns konsolidieren: der Ortsplatz. Dann hoffe ich, dass, und das zeichnet sich ab, dass dort und da der Knopf aufgeht, dass etwas läuft. Das ist die Gemeinde. Und wenn Sie jetzt die Bahnhofstraße rauf gehen, dann sehen Sie Schatten und Licht. – Das gehört auch zum Bürgermeistersein: Letztes Jahr haben wir die Grundschule dicht gemacht.

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Thomas Müller: “Das gehört auch zum Bürgermeistersein: Letztes Jahr haben wir die Grundschule dicht gemacht.”

Ich habe alles probiert, grenzüberschreitend, europäisch, sonst was. Zu wenige Kinder! Unmöglich, die gehen jetzt in Zwiesel, total begeistert, es passt alles. Der Kindergarten besteht noch, wir brauchen sogar jetzt eine dritte Kindererzieherin. Da werden wir auch im Stich gelassen. Der kostet uns über 80.000 Euro im Jahr, jetzt stellen wir noch eine Dritte ein, damit wir auch Kinder ab einem Jahr nehmen können, so wie sie es haben wollen. –

 

Groß Blabla und an der Basis hat man dann Probleme. Aber wir wollen, wir wollen den Kindergarten stärken, wir wollen, dass wir wenigstens den Kindergarten erhalten können. Dann die Museumsstraße. Damals, da war ein großer Bericht im Bayerwaldboten, Müllers Museumsstraße, die haben gesagt: Der spinnt! Heute haben wir ein Lokalbahnmuseum, dann haben wir einen Privatmann, der eine Stiftung gründen möchte, der dort zwei Häuser gekauft hat, dort dann ein Bayerwaldmuseum machen will und einen Handwerkerhof. Und dann kommt der Grenzbahnhof, momentan die größte öffentliche Baustelle im Landkreis Regen: 7,3 Millionen Euro! Im Keller: ein europäisches Fledermauszentrum, eine Ausstellung über die Waldbahn, ein Skimuseum, und Modelleisenbahn und flexible Ausstellungen. Solche Dinge sind passiert, aber das ist das normale Programm, das ein Bürgermeister und eine Kommune und ein Gemeinderat machen, wenn er Visionen hat.

Das Gespräch führte Heinz Michael Vilsmeier

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